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Im Einzugsgebiet der Weser
wurde das ökologische Gefüge der Fluss- und Auensysteme im Verlauf der
letzten Jahrhunderte und insbesondere der letzten Jahrzehnte durch den
Menschen erheblich und nachhaltig verändert. Die
Gewässer und ihre Auen sind strukturell verarmt und wurden ihrer natürlichen
Lebensgemeinschaften infolge gestörter Standortbedingungen weitgehend beraubt.
In den Flussniederungen erfolgt
nach wie vor eine Ausweitung der intensiv genutzten landwirtschaftlichen
Flächen, wird weiterhin in einem hohen Maße Rohstoffgewinnung betrieben,
drängen Siedlungen, Gewerbegebiete, Verkehrseinrichtungen, Freizeit- und
Erholungsanlagen in die letzten freien Auenbereiche vor. Pläne, die
vorsehen, den Ausbau der Oberweser für eine erweiterte Schifffahrt
voranzutreiben oder den Bereich der Mittelweser für größere als derzeit
mögliche Schiffstypen auszubauen, stellen eine direkte Gefahr für das
Flusssystem dar.
Mit der Ökologischen
Gesamtplanung Weser
wurde ein Konzept zur Verbesserung der ökologischen Verhältnisse in und an Weser,
Werra und Fulda erstellt, das die gesamte Aue berücksichtigt.
Im Rahmen einer
Gewässerstrukturkartierung
wurden 1997 die morphologischen Strukturen an Weser, Werra und Fulda
bewertet.
Aktuelle Ergebnisse
aus Strukturkartierungen der Bundesländer für das gesamte
Wesereinzugsgebiet sind in der
Gewässerstrukturkarte Weser 2000
veröffentlicht. |