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Metalle
sind in allen Boden- und Gesteinsformen in unterschiedlichen Anteilen
enthalten. Sie liegen meist in fest gebundener Form vor und gelangen nur
in geringen Mengen durch natürliche Auswaschung in Oberflächengewässer.
Erst durch menschliche Aktivitäten wie Erzbergbau mit anschließender
Weiterverarbeitung der Erze werden sie mobilisiert und können auf
unterschiedlichen Eintragspfaden in die Gewässer gelangen.
Einige
Schwermetalle wie Zink und Kupfer sind wichtige Spurenelemente und
zeigen nur bei hohen Konzentrationen toxische Wirkung. Andere
Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium haben keine biologische
Funktion und wirken ausschließlich als Schadstoffe. Im Gegensatz zu
vielen anderen Umweltchemikalien lassen sich Schwermetalle nicht weiter
abbauen und werden über die Nahrungskette in Organismen akkumuliert.
Eine der
bekannten Quellen der Schwermetallbelastung von Aller und Weser ist der
Harz mit seiner langjährigen Bergbautätigkeit. Über die
Schwermetallfracht der Aller wird die Wasserqualität der Weser
entscheidend vor allem mit Blei, Cadmium und Zink
belastet.
Schwermetalle reichern sich bevorzugt an den Feststoffteilchen der
Fließgewässer an, so dass der gebundene Anteil um ein Vielfaches höher
sein kann als der gelöste Anteil. Schadstoffbelasteter Schwebstoff kann
u. a. zu negativen Beeinträchtigungen der aquatischen Lebensgemeinschaft
und zur eingeschränkten Nutzung von Baggergut führen. Die Untersuchung
von Schwebstoffproben ist somit trotz ihres höheren Aufwands
umweltrelevant.
Die
Schwebstoffe in Werra (Gerstungen), Fulda (Wahnhausen) sowie Ober- und
Mittelweser (Hemeln und Porta), weisen eine mäßige, teilweise sogar nur
sehr geringe Belastung mit Blei auf. Die durch die
Bergbautradition im Harz erhöhte Belastung der Aller zeigt sich nicht
nur deutlich an der Messstation Verden, sondern auch noch an der
unterhalb der Allereinmündung gelegenen Mittelweserstation Hemelingen.
Entsprechendes gilt für Zink, wobei die Belastungen insgesamt
deutlich höher liegen. |