Die Zahl
der organischen Stoffe, die von der chemischen Industrie zum Teil für
die unterschiedlichsten kommerziellen Zwecke hergestellt werden, zum
Teil auch bei verschiedenen thermischen Prozessen unbeabsichtigt
gebildet werden, ist unübersehbar groß. Aufgrund ihrer Langlebigkeit,
ihrer Neigung zur Anreicherung in Organismen und ihrer häufig weltweiten
Verbreitung werden etwa 2.000 unterschiedliche Substanzen als potenziell
umweltrelevant eingestuft.
Bis
auf wenige Ausnahmen stellen organische Schadstoffe für die gesamte
Flussgebietseinheit Weser aus überregionaler Sicht keine herausragende Belastung dar.
Diese Stoffe werden im Zusammenhang mit der Ermittlung des chemischen
und ökologischen Zustands nach EG-WRRL in ausreichendem Umfang
untersucht. Da jedoch ständig neue Substanzen auf den Markt gebracht
werden und somit in die Gewässer eingetragen werden können, sollten die
Stofflisten in regelmäßigem Rhythmus an die aktuellen Erkenntnisse
angepasst werden.