Homepage

Bayern        Bremen        Hessen         Niedersachsen       Nordrhein-Westfalen       Sachsen-Anhalt      Thüringen

Startseite

Was ist neu? Suche Glossar Kontakt Inhalt Impressum
 

  Wanderfische

    Barbe

    Zährte

    Quappe

    Aal

    Atlantischer Lachs

    Flussneunauge

    Meerneunauge

    Meerforelle

    Maifisch

    Finte

    Stint

    Schnäpel

    Dreistachliger Stichling

    Aland

    Europäischer Stör

[Homepage]-[Die Weser und ihr EZG]-[Fischfauna]-[Wanderfische]-[Flussneunauge]
Flussneunauge (Lampetra fluviatilis)
  Fischfauna

Priggen - so nennt der Bremer jene seltsamen Tiere, die auf den ersten Blick wie Aale aussehen und doch, bei genauer Betrachtung sich als völlig andere Organismen herausstellen. Neunaugen gehören nicht zu den Fischen, ja nicht einmal zu den Wirbeltieren, da sie kein Skelett besitzen, sondern eine Röhre, die ihnen Stabilität verleiht. Anstelle eines Kiefers verfügen sie über eine mit Zähnen bewehrte runde Mundscheibe, die es ihnen erlaubt sich an Beutetiere anzusaugen, von deren Körperflüssigkeit sie sich ernähren.

Die ca. 30 cm langen Flussneunaugen verbringen den überwiegenden Teil ihres Lebens in den küstennahen Meeresgebieten und wandern zur Fortpflanzung aus dem Meer die Flüsse hinauf. In großen Schwärmen laichen die erwachsenen Tiere im April in Flüssen und Bächen der Barben- und der Äschenregion. Die Eier werden über Sand und feinem Kies abgelegt. Die Larven verbringen die ersten 3 bis 5 Jahre in sauberen, leicht durchströmten Sedimenten der Gewässer. Nach dieser Zeit wandern die Jungfische in die küstennahen Bereiche der Meere ab.

Historisch kamen die Flussneunaugen in nahezu allen größeren Fließgewässern im Einzugsgebiet der Weser und Werra vor. Mit der intensiven Nutzung und der damit einhergehenden Verschmutzung der Gewässer und dem Verbau der Wanderwege gingen die Bestände dramatisch zurück. Heute ist die Art im Einzugssystem der Werra ausgestorben. Im Bereich der Aller gibt es kleinere Populationen, die sich positiv entwickeln. Die Optimierung der Durchgängigkeit ist daher ein wichtiger Baustein, neben der Verbesserung der Wasserqualität, um eine Ausbreitung der Art im Wesereinzugsgebiet bis in die Werra zu ermöglichen. Das Flussneunauge war 1988 Fisch des Jahres.

Flussneunauge
Foto: Frank Schreiber

 
   

Seitenanfang