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[Homepage]-[Die Weser und ihr EZG]-[Fischfauna]-[Wanderfische]-[Zährte]
Zährte (Vimba vimba)
  Fischfauna

"So ist … die Zährte vielmehr ein ständiger Bewohner der Ems, Weser und Elbe. Hier ... ist sie in der Fulda und Werra zu allen Jahreszeiten anzutreffen; … und von der Weser in ihrer ganzen Erstreckung von Münden bis zum Beginn des Brackwassers bei Brake abwärts" (Metzger, 1895). Diese heute oft vergessene Charakterart der Weser wurde und wird heute noch oft mit der Nase (Chondrostoma nasus) verwechselt. Die Zährte ist eine sehr langsam wachsende Fischart. Die Laichreife tritt erst nach Erreichen eines bestimmten Fettgehalts ein und ist damit abhängig von Nahrungsangebot, Temperatur und Wachstum. Zährten brauchen für ihre verschiedenen Lebensphasen unterschiedlichste Gewässerstrukturen. Sie nutzen die Oberläufe als Laich- und Aufwuchshabitate für die Fischbrut.

Die larvalen Zährten sind auf räumlich nahe beieinander gelegenen Habitatstrukturen angewiesen, welche sowohl durchströmte wie strömungsberuhigte Zonen aufweisen. Die Jungzährten wandern aus den Laichgebieten in die Mittelläufe der Flüsse ab, wobei die Abwanderung durch das Nahrungsangebot und die Temperatur gesteuert wird. Die geschlechtsreifen Zährten führen Laichwanderungen im Herbst bzw. Frühjahr durch. Hierbei wurden Entfernungen über hunderte Kilometer nachgewiesen. Für eine erfolgreiche Entwicklung der Population sind Zährten also auf eine funktionierende Durchgängigkeit der Fließgewässer von der Äschenregion in den Oberläufen bis zur Brassenregion in den Unterläufen angewiesen.

Heute finden sich größere Bestände der Zährte in der Oberweser und im Edersystem. Eine Vernetzung dieser Lebensräume mit der Werra kann eine Wiederbesiedlung der Werra durch die Zährte ermöglichen.

Zährte
Foto: Christoph Dümpelmann

 
   

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