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Viele
Fischarten benötigen unterschiedliche Lebensräume einer Flusslandschaft
als Laich-, Aufwuchs- oder Nahrungsgewässer, die sie über die sog.
Hauptwanderrouten
gezielt aufsuchen. Einige diadrome Arten legen dabei teilweise sehr
große Distanzen zurück und verbinden marine Bereiche der Hochsee mit den
Laicharealen der Mittelgebirge (z. B. der Lachs). Eine andere bedeutende
diadrome Fischart, die als Jungfisch in die Gewässer einwandert und dort
ihre Aufwuchsgebiete besiedelt, ist der
Aal.
Andere
Arten verbleiben im Süßwasser, nutzen aber weit auseinander liegende
Lebensräume in einem Flusssystem. Zu diesen sog. potamodromen Fischarten
gehören z. B. die Quappe, die Zährte, die Barbe oder der Aland.
In der
Flussgebietseinheit Weser wurden
15 Arten identifiziert, die ursprünglich als diadrome bzw. potamodrome
Arten die Weser und ihre Quell- und Nebenflüsse als
Laich- und Aufwuchsgewässer
besiedelt haben. Von diesen zählen 11 zu den diadromen und 4 zu den
potamodromen Arten.
Die Arten Dreistachliger Stichling (Wanderform), Stint und Finte, die noch selbstreproduzierende Populationen in der
Flussgebietseinheit Weser bilden, sind ihrem Vorkommen überwiegend auf den Bereich der Unterweser beschränkt und daher von einer strategischen Betrachtung im Hinblick auf die Durchgängigkeit der Weser ausgenommen. Für Maifisch, Schnäpel und Europäischen Stör gibt es derzeit keine reproduzierenden Bestände im Einzugsgebiet der Weser. Potenzielle Wiederansiedlungsgebiete für den Schnäpel liegen eher im Unterwesergebiet. Eine Wiederansiedlung von Maifisch und Europäischen Stör ist auf absehbare Zeit nicht vorgesehen.
Für den Atlantischen Lachs
seit Jahren Besatzmaßnahmen zum Aufbau neuer Bestände. Für einige der
genannten Wanderfischarten wurden zur weiteren Charakterisierung
folgende
Steckbriefe entwickelt:
Häufig werden die Wanderungen dieser Fische durch eine große Anzahl von
Querbauwerken
behindert, was die
Wiederansiedlung von Wanderfischen
erschwert.
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