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Warnplan Weser bei Verunreinigungen der Weser, Werra, Fulda und unteren Aller
Für den Fall einer
Gewässerverunreinigung oder eines anderen gewässergefährdenden
Ereignisses hat die Flussgebietsgemeinschaft Weser die Alarmierung,
Information und Entwarnung der unterhalb der Gefährdungs- oder
Unfallstelle liegenden Bundesländer länderübergreifend im "Warnplan
Weser" geregelt.
Zu den
Gewässerverunreinigungen zählen u.a. solche durch Mineralöle,
Chemikalien (feste, flüssige und/oder gasförmige) sowie radioaktive oder
sonstige wassergefährdende Stoffe. Auch erhöhte Wärmebelastungen zählen
zu den gewässergefährdenden Ereignissen.
Angezeigt werden diese
Gewässergefährdungen häufig durch Fischsterben oder sonstige Störungen
des "Ökosystems Weser".
Tritt eine der o.g.
Gefährdungen ein, ist die Hauptwarnzentrale des betroffenen Bundeslandes
verpflichtet, die unterliegenden Hauptwarnzentralen umgehend
entsprechend des Warnplans Weser zu alarmieren, um weiterführende
Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.
Die
genaue Vorgehensweise bei der Warnung und Entwarnung kann dem Warnplan
Weser entnommen werden.
Probealarm 2004,
2005, 2007 und 2008
Um den korrekten
Ablauf einer Alarmierung und Entwarnung zu testen, wurden in den Jahren
2004, 2005, 2007 und 2008 insgesamt 5 Probealarme auf hessischem und
thüringischem Gebiet durchgeführt. Diese beiden Länder wurden gewählt,
da in allen Fällen auch sämtliche Unterlieger betroffen und somit in den
Probealarm mit einzubeziehen waren. Es wurde jeweils ein fiktiver Unfall
eines Gefahrguttransporters angenommen. Die jeweils für den Unfallort
zuständige Hauptwarnzentrale hatte die Aufgabe, den Probealarm mit
entsprechenden Meldungen an die unterliegenden Hauptwarnzentralen
weiterzumelden. Die Geschäftsstelle Weser wurde über die Meldungen
parallel informiert.
Die bei den
Probealarmen gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass nur regelmäßige
Übungen eine lückenlos funktionierende Alarmierung und Entwarnung
gewährleisten können. Bei den letzten Probealarmen im August 2007 und im
Oktober 2008 konnte ein nahezu fehlerfreier Ablauf festgestellt werden.
Der letzte Probealarm fand im Herbst 2009 statt. |