Die Gewässerstruktur ist für den Erhalt und die Entwicklung der aquatischen Tier- und Pflanzenwelt von außerordentlicher Bedeutung. Sie wird mit Hilfe der Substratbeschaffenheit der Sohle, der Laufentwicklung, der Gestaltung des Ufers, der Anbindung der Auen, dem Gewässerquerschnitt und der Durchgängigkeit der Flüsse und Bäche beschrieben.
Im Gewässersystem der Weser sind Veränderungen der Gewässerstruktur bereits seit Jahrhunderten bekannt. Intensivierung der Landwirtschaft, zunehmende Industrialisierung und die Schifffahrt führten zu Flussbegradigungen, Abflussregulierungen und dem Bau von vielen Querbauwerken wie Schleusen und Wehren. Dies hatte unterschiedliche Auswirkungen auf die biologische Qualität der Gewässer. Die Erreichung des guten ökologischen Zustands bzw. Potenzials bedarf daher ganz wesentlich einer Verbesserung der Gewässerstruktur.
Um diese Verbesserung der Gewässerstruktur zu erreichen, werden mehrere Ansätze verfolgt:
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Umsetzung der überregionalen Strategie zur Verbesserung der Durchgängigkeit mit Schwerpunkt auf der Vernetzung der überregionalen Fischwanderrouten sowie der Anbindung der wichtigsten Laich- und Aufwuchsgewässer. |
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Verbesserung der Vernetzung der Lebensräume Sohle, Ufer und Aue. |
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Optimierung der Gewässerunterhaltung, speziell in den Bundeswasserstraßen, um eine negative Beeinflussung der Gewässerstruktur zu verringern. |
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Erklärtes Entwicklungsziel ist, ausreichend große Gewässerabschnitte mit einer Gewässerstruktur, die eine dauerhafte erfolgreiche Besiedlung der typischen Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern ermöglicht, zu schaffen.
Aufgrund von unverhältnismäßigen Kosten bzw. nicht gegebener technischer Durchführbarkeit der Maßnahmen bis 2015 wird der gute Zustand bzw. das gute ökologische Potenzial in den nächsten Jahren nicht in allen betroffenen Gewässern erreicht. Für diese ist daher eine Fristverlängerung vorgesehen.
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